Vater und Sohn
Angefangen haben wir 2021. Mit zwei Völkern.
Joachim und Lukas Meßmer – wir imkern zu zweit, und zwar wirklich zu zweit. Es gibt bei uns keine Aufteilung nach dem Muster „einer schaut nach den Bienen, der andere macht die Gläser". Durchsehen, Ableger bilden, Schleudern, Rühren, Abfüllen, Etiketten kleben: alles zusammen, meistens am Wochenende.
Inzwischen stehen ungefähr acht Völker in Wolfegg, in Zander-Beuten. Das ist bewusst klein geblieben. Wir leben nicht davon, wir haben unsere Berufe – und dadurch können wir uns die Zeit nehmen, die ein Volk manchmal braucht: in der Schwarmzeit alle sieben bis neun Tage durchsehen, nicht schleudern, bevor der Honig reif ist, und lieber ein Glas weniger verkaufen als eines zu früh.
Behandelt wird nach der Ernte – Ameisensäure im Spätsommer, Oxalsäure im brutfreien Dezember. Beides landet nicht im Honig. Das ist uns wichtig genug, um es hier hinzuschreiben.
Joachim MeßmerLukas Meßmerseit 2021